Vom Glück des Alterns

IMG_20161002_153302Müsste ich mich morgen aus dem Leben verabschieden, täte ich ’s mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit. Es war köstlich, Mühe und Arbeit waren erwünscht, die Liebste, die Freunde, die Wege durch Kunst und Wissenschaft, begleitet von sehr verschiedenen Menschen – Persönlichkeiten – beglückendes und erfüllendes Sich-Begegnen, konfliktreiches Geschehen: Fluss, Sturz und Rausch. So konnte ich meine Bücher schreiben, meine Filme und Radiofeatures machen. Wer immer mich kritisch begleitete, mich zu Veränderungen zwang, weil er gute Argumente hatte, mir die Leviten las, war ein Helfer zum Glück.

Das Altern sagt – auf andere Art als äußere Umstände nicht nur in früheren Jahren: Erkenne deine Grenzen. Die äußeren Umstände sind indessen – heute so wenig wie damals – nicht das Wichtigste. Mag sein, dass deine einstigen Hoffnungen nicht die der Jungen sind – so wenig wie die Hoffnungen deiner Eltern die deinen waren. Und das bedeutet: Halte deine Augen offen fürs Wesentliche. Falls doch einmal ein Kind oder ein heranwachsender, naturgemäß krisenanfälliger Mensch mit dem ganzen gewaltigen Gebirge der Zukunft vor Augen dich fragen sollte: Du kannst, musst ihn nicht von eigenen Fehlern abhalten, aber Hinweise auf Rettungsanker und verlässliche Wegweiser kannst du geben.

Ist es nicht eine wunderbare Aussicht, für solche Fälle aus Bücherregalen und Mediatheken schöpfen zu können, die ihren Wert im eigenen Erleben bewährt haben, einem Erleben, das von sich sagen kann: Ich möchte – auch und gerade wegen der Bauchlandungen – mit niemandem tauschen?

Die Macht der Träume

IMG_0317Wie kostbar diese jenseitigen Welten sind. Das Bewusstsein befasst sich dort nur noch eingeschränkt mit unmittelbaren Reizen; es wird vom Unbewussten, vom Erinnern, von Wünschen und Ängsten bewegt. Es muss ihnen folgen in gegenstandslose, phantastische, manchmal furchterregende Geschehnisse. Was im Alltag nicht zu merken ist – dass hinter Entscheidungen nur selten vernünftiges Abwägen steht – wird hier und jetzt universelles Programm. Alles ist möglich. Es muss nur einen Kondensationskeim geben, an den sich chaotisch schweifende Erinnerungen anlagern können, egal ob sie frühkindlichem Erleben oder einer Fernsehserie entspringen. Von diesem Keim aus vernetzen und verweben sich Landschaften, Figuren, Situationen innerhalb von Hundertstelsekunden. Sie sind flüchtig, aber sie können stärker wirken als real Erlebtes.

Hirnforscher wollen aufklären, was da “wirklich” geschieht. Sie wollen mittels hochpräziser Messung elektromagnetischer, hormoneller, zellbiologischer Abläufe die Traum und Gedankenwelten vermessen. Aber dieses “wirklich”  bedeutet doch immer nur, dass aus apparativ begrenzten Methoden des Erfassens von Daten Modelle konstruiert werden. Diese Modelle müssten in irgendeiner Form verifizierbar sein – etwa indem man aus mit ihrer Hilfe entworfenem elektromagnetischen Geschehen einen vorhersagbaren Traum entstehen ließe, also einen Film ins Traumgeschehen einspielte, dem der Träumer nicht entfliehen kann.

So etwas ist der Traum aller Despoten, Geheimdienste, vieler Produzenten mehr oder weniger schlechter Sci-Fi-Texte, Filme, Spiele. Vermutlich steckt schon viel Geld in einschlägigen Forschungen. Ihre Konsequenzen gehen – was  ökonomische und politische Macht anlangt – über Kernkraft, Gentechnik, IT und Internet hinaus. Sie verschärfen alle Fragen nach menschlicher Verantwortung bis tief ins Persönliche. Stirbt infolge solcher “digitaler Transparenz” des Individuums nicht jedes Vertrauen, sogar das zu sich selbst?

Einstweilen freue ich mich an allen Abenteuern, zu denen ich ins Universum der Träume eingeladen – oder sollte ich besser sagen: entführt? – werde. Manchmal freue ich mich auch, von dort unversehrt zurückzukehren in eine Realität voller Überraschungen. Gott sei Dank wird sie sich nie ganz kontrollieren lassen, und das bedeutet: überhaupt nicht.

Helden

Callot_GalgenFür mich gibt es keine Geschichte. Für mich ist alles Gegenwart. Wenn Frauen die Nase abgeschnitten wird, weil sie einem Mann nicht zu willen sind, ist das Sklaverei in der Gegenwart, wenn Fußballer zu Nationalhelden werden, ist das Steinzeit in der Gegenwart, wenn „Wir sind Papst!“ oder „Wir sind Weltmeister!“ aus den Schlagzeilen knallt, ist das 19tes Jahrhundert, Kaiserzeit von Willem zwo oder Tausendjahrerreich mit unversenkbaren Panzerkreuzern und U-Booten. Wir sind irgendwie… Herren! Naja: der HerrInnen-Ehrgeiz passt schon dazu: die weltbesten Gender-Mainstreamer.

Jedenfalls sind das Wahnvorstellungen, die eines gemeinsam haben: den Wunsch nach Dominanz, möglichst weltweiter. Ob in muselmanischen Träumen, christlichem Missionseifer, kommunistischer Ignoranz: Nichts davon ist – trotz erwiesener Menschen-, Natur-, vor allem Lernfeindlichkeit – „vergangen“.

Das ist auch gut so. Für Freunde der Religion: Gott sei Dank! Für alle anderen: Weil menschliche Vernunft erfahrungsgemäß andauernd korrigiert werden muss.

Wir leben in einer Zeit, die meint, von allem sehr viel zu wissen, das Vergangene zu beherrschen, gar überwunden zu haben. Bibliotheken und online-Foren sind voll furioser Abrechnungen mit den Verbrechen und den Verbrechern der Vergangenheit. Die Deutschen insbesondere, weil sie sich in keiner andern als der Rolle des Musterschülers wirklich wohl fühlen, möchten gar zu gern als Vorbilder der „Aufarbeitung“ wahrgenommen werden.

Aber da ist nichts „aufzuarbeiten“. Die Toten bleiben tot, zerschmetterte Körper sind nicht reparabel. Ja, traumatisierte Seelen können trotz aller Verletzungen in ein erfülltes Leben finden – sie werden dabei nur ausnahmsweise erleben, dass Folterer, Vergewaltiger, Mörder, Spitzel, Denunzianten sich ihnen als reumütige Sünder zu Füßen werfen. Sie sollten keinesfalls darauf zählen, denn nach dieser Sorte Mensch gibt es eine unstillbare Nachfrage.

Gerüchte als Geschäftsmodell

Chinesisch für "Gerücht"700 000 $ (525 000 €) – so berichtet unter anderem der österreichische Standard – kostete es McDonalds und einen seiner Franchise-Nehmer, dass ein Kunde muslimischen Glaubens sich durch Werbung für ein Hühner-Sandwich getäuscht sah. Das Fleisch war nicht von „ḥalāl“ geschlachteten Hühnern, d.h. sie hatten ihren Kopf nicht nach islamischem Ritus verloren . Damit waren sie ungenießbar wie Schweine. Im November 2011 verklagte der Kunde die Fast-Food-Kette.

Die Klage hatte Erfolg; McDonalds zahlte außergerichtlich 15 000 € an den Kunden, den Rest erhielten muslimische Einrichtungen und die Anwälte. Alle sind zufrieden – der Konzern konnte sich das vermutlich locker leisten. Schwerer hatten ihn schon frühere Millionenzahlungen getroffen – wegen angeblich “vegetarischer” Pommes und unerlaubter Gratisbeigaben von Spielzeug zu Werbezwecken.

Immerhin ist der Erlös aus dem “unreinen” Sandwich erklecklich. Ein von mir wegen seiner Kommentare zum deutschen Qualitätsjournalismus geschätzter Blogger witzelte, das entspreche der DDR-Losung: „Aus jeder Mark, jeder Stunde Arbeitszeit, jedem Gramm Material einen höheren Nutzeffekt“.

Tatsächlich eröffnet sich hier eine ungeahnte Möglichkeit, Weltkonzerne zu schröpfen: Organisationen, die internetweite Boykotte auslösen können, indem sie – echte oder gefakte – Skandale “aufdecken”, haben gute Aussichten, dabei schöne Schweigegelder zu erlösen. Schon Plutarch fasste das Geschäftsprinzip in den Satz: “Audacter calumniare, semper aliquid haeret” – Nur keck verleumden, es bleibt immer etwas hängen. Kein noch so solventer Konzern schafft es, sich reinzuwaschen, ehe ihn ein Boykott, sei er auch unberechtigt wie der gegen Shell anlässlich der “Brent Spar”-Affäre, Millionen gekostet hat. Schweigegeld kommt billiger.

Im “Raketenschirm” wird erzählt, wie sich auf diese Weise Organisationen finanzieren. Sie segeln unter vielen verschiedenen bunten Flaggen in Richtung “bessere Welt”. Ihr Ziel ist, innerhalb kürzester Zeit Massen an Bord zu holen, sie virtuelle Schlachten gegen menschen- und naturfeindliche Popanze schlagen zu lassen, während sie – gut getarnt – vom sicheren Hafen aus Profite kassieren und den Kern ihrer Macht festigen.

“Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie?”, fragte einst Bert Brecht und weiter: “Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?” Seine dritte Frage wird beim Zitieren regelmäßig unterschlagen: “Was ist die Ermordung eines Mannes gegen die Einstellung eines Mannes?” Die Frage ließe sich ergänzen: “Was ist die Ermordung eines Mannes gegen seine Umerziehung zum Mitläufer?” Beides ist nicht rhetorisch: Ein Toter stört nicht, verursacht aber Aufwendungen. Ein Angestellter macht sich bezahlt – kostet allerdings immer noch mehr als einer, der sich Feinden gegenüber als besserer Mensch fühlen darf, weil er hehren Zielen nachjagt.

Die Kraft der Heilslehren

Wrack im ausgetrockneten AralseeGustav Horbel beunruhigt seit seiner Jugend in der DDR, wie anfällig Menschenmassen für Ideologien sind – trotz der von Religionen, Kommunismus, Faschismus bewirkten Katastrophen. Sie sind es auch noch im XXI. Jahrhundert. Er beginnt zu verstehen, dass diese Anfälligkeit tief in der Selbstwahrnehmung begründet ist: „Das hast du getan, sagt mein Gedächtnis. Das kannst du nicht getan haben, sagt mein Stolz und bleibt unerbittlich. Endlich gibt das Gedächtnis nach.“ So beschrieb es Nietzsche. So trickst der Massenmensch das Gewissen aus :

Das Heil der Welt sucht die Masse – trotz aberwitziger Staatsschulden, absehbarer Verknappung von Wasser, Böden, sauberer Luft, Rohstoffen, Nahrung nicht in einer veränderten Kultur, in der Menschen endlich lernen, die Verantwortung für ihr Handeln selbst zu übernehmen. Stattdessen tritt der Massenmensch seine Verantwortung mit Blick auf deren Versprechen an Parteien, an Bewegungen, Organisationen ab, die ihm verheißen, dass er zu den Guten gehören wird. Er unterschreibt Arbeitsverträge, die ihn von jeder Haftung für Müll, Schmutz, Krieg infolge der Tätigkeit seines Unternehmens freistellen. Dann kassiert er reinen Gewissens seinen Lebensunterhalt bei Waffenhändlern, kauft bei Textildiscountern, die sich von Sklaventreibern beliefern lassen, beweihräuchert sich mit Wind-, Solar- und Bioenergie, deren Umweltverträglichkeit ins Reich der Ammenmärchen gehört.

Das Heil der Welt sucht er in staatlichen Maßnahmen für die Gesundheit, gegen die Banken – dann dürfen alle fit bis zum 100sten Geburtstag mit gerechter verteiltem Geld weitermachen wie gehabt, ein einig Weltvolk fast unsterblicher Warenfetischisten. Zwischen Peking, Berlin und Rio rasen die Geldmaschinen – alle haben von allem genug, das Traumziel des Kommunismus „Jedem nach seinen Bedürfnissen“ zeigt, was es immer war: Gewächs und Vollstrecker des Kapitalismus, des mechanischen Zeitalters, der Ökonomisierung und Versachlichung.

Wer auf der Strecke bleibt, darf allenfalls auf Mitleidsrituale hoffen. Sie gehören zur Grundversorgung durch die Massenmedien – genauso wie die Sündenbockrituale, die der Masse jederzeit Schuldige für jegliches Malheur liefern. Nur Verantwortliche, die zu ihrer Verantwortung stehen, kommen sehr, sehr selten vor. Etwa so häufig wie Einhörner. Trotzdem muss es sie geben. Die Literatur, die  Malerei wissen das ganz genau.

Hundert Jahre Fernweh

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Gustav Horbels Großvater Karl hat in Stuttgart Schiffsmaschinenbau studiert, wurde Ingenieur, bereiste die Welt. Zwei Kriege haben seither das Land der Ingenieure verheert; Scharen von Naturwissenschaftlern und Technikbegabten folgten jedes Mal wieder Wahnvorstellungen und Herdenimpulsen, Deutsche trieben sich und ihre Nachbarn ins Verderben. Wenige widerstanden.

Karl Rossberg hatte Glück. Mit dem ersten Krieg traf er nur zusammen, als 1914 ein britischer Kreuzer im Indischen Ozean das deutsche Handelsschiff aufbrachte, in dessen Maschinenraum er Dienst tat. Danach saß er 5 Jahre in einem Lager hinter Stacheldraht in der Australischen Wüste, weit genug weg von den Fronten. Den zweiten Krieg überlebte er, zu alt und zu krank für den Heldentod, daheim in Lauterberg. Aber er hatte das Fernweh dorthin mitgebracht. In Bücherschränken, auf Regalen, in Vitrinen standen Blickfänge: hauchdünnes Porzellan aus Japan, Buddhafiguren aus Singapur, ein Ebenholztisch aus Indien. Ein ausgestopfter Kugelfisch und ein Haifischgebiss waren von Hand beschriftet: „Madras 1911”.

Mit diesen geheimnisvollen Utensilien war Gustav aufgewachsen. Kaum dass er lesen konnte, verschlang er „Köhlers Deutschen Flottenkalender”, bestaunte die Panzerkreuzer, bedauerte, dass die Riesenschiffe, auf deren Decks sich Matrosen reihten, befehligt von würdig dreinblickenden Backenbärten über Uniformbrüsten voller Orden, dass all diese Pracht und Herrlichkeit mit dem Kaiserreich untergegangen war. Die deutschen Ingenieure – waren ihre Schiffe, Zeppeline, Automobile nicht die besten? Hatten sie nicht immer wieder Land und Leute emporgebracht, ganz nach vorn? Nur im Krieg hatten sie kein Glück – das beschäftigte den kaum zehnjährigen Gustav. Was es damit auf sich hatte, erfuhr er weder von der Mutter noch von der Großmutter; was letztlich entschieden hatte über Sieg oder Niederlage, blieb ein dunkles Geheimnis, blieb Pech, das an den Deutschen klebte, mit den Russen ins Land sickerte, die Lauterberger Familie von den Verwandten im Westen isolierte.

Die Welt der Guten

Confucius_Tang_Dynasty“Die Leute”, sagt der weise Da Lao Hu (大老虎), “erzählen sich seit je gern Geschichten von der besseren Welt, in der die Bösen unterworfen sind. Dass in einer Welt mit Unterworfenen kein Frieden sein kann, kommt ihnen nicht in den Sinn, schon gar nicht, wenn sie zu den erfolgreichen Unterwerfern gehören.”

Kong Fu Tse (oder auch Konfuzius, Kong Fu Zi etc. – jedenfalls 孔夫子) hat nie die Unterwerfung getadelt, sondern auf ein harmonisches Einverständnis  zwischen Herrschern und Unterworfenen bestanden. Das war ein Verhältnis, welches ihm insonderheit gegenüber den Frauen gut gefiel. Als die westlichen Mächte im 19. Jahrhundert China militärisch demütigten, um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen, waren die ohnedies von feudaler Unterwerfung gepeinigten Chinesen nicht mehr sicher, welche Herren die schlimmeren waren. Sowohl die Harmonie im Kaiserreich als auch die mit den fremden Teufeln (洋鬼子)befreite sie nicht von Not und Elend. Es begann ein halbes Jahrhundert blutiger Kämpfe zwischen allen möglichen Warlords und ihren Parteien, mehr als ein Jahrzehnt grausamer Invasion und Unterwerfung durch die Japaner, an dessen Ende die Kommunisten sich als Unterwerfer des Bösen präsentieren konnten, da alle anderen – vor allem die fremden Teufel – der Bosheit zweifelsfrei überführt waren.

Mao Zedong konnte sich so sicher als Überwinder alles Bösen fühlen, dass er sich sogar mit den Propheten des Heils aus Moskau überwarf. Gemeinsam blieb den Großmächtigen beider Reiche und ihren Ideologen – Bertolt Brecht hatte für sie den Begriff “TUI” erfunden, kurz und verballhornend für “Tellekt-Uell-Ins”, er meinte damit Erklär- und Rechtfertigungsnutten – die Art, wie sie den Blutzoll für ihre Menschheitsbefreiung aus der Wahrnehmung verdrängten, damit Harmonie des Schweigens über ihre Untaten herrsche. Im Rausch der Macht gab Mao etwas leichtfertig die Argumentationshilfen des Kong Fu Zi aus der Hand, ließ ihn wie alle anderen Philosophen außer dem Großen Führer Mao Zedong aus dem kollektiven Gedächtnis tilgen. Das gelang nicht ganz. Aus diesem Misserfolg zumindest haben die Nachfolger gelernt: Was als Begründung eigener Gewalt ideologisch zu gebrauchen ist, verdient, wiederentdeckt zu werden. Das ist eigentlich eine simple Marktstrategie, meinetwegen auch Darwinismus krudester Form – es scheint zu funktionieren. Noch.

Dass Gewaltherrschaft ein Verfallsdatum hat – und zwar jede – wird vermutlich ebenso langsam verstanden werden wie die Tatsache, dass man niemand zu seinem Glück oder einer Harmonie in der Unterwerfung nötigen kann, ohne den Frieden dauerhaft zu verlieren.