Es war einmal eine Krähe, die lebte gern. Sie fraß nicht von den Müllhalden. Da hackten ihr die anderen Krähen die Augen aus.
Archiv des Autors: publizist
Moderne Fabeln No.1
Es war einmal ein Fuchs, der wollte die Trauben haben. Er lernte fliegen und schwang sich empor. Da waren die Trauben sauer.
Moderne Märchen No. 6
Es waren einmal Geißlein, die fraß der Wolf. Da weinte die Ziege und verfasste eine Protestresolution.

Moderne Märchen No. 5
Es war einmal ein Hans, der erschuftete sich ein Vermögen. Da er schlecht rechnen konnte, nahmen ihm Schlaumeier bis auf eine steinerne Last alles ab. Die stupste Gott ihm aus dem Weg. Ihm blieb nichts als das nackte Leben. Dass er sich freute, verstehe wer kann.

Musterbiographie ohne Wert aber mit Haltung
Moderne Märchen No. 4
DSDS
Es war einmal ein Aschenputtel, das arbeitete hart für seine Halbschwestern und die Stiefmutter. Die waren nie zufrieden. Sie neideten dem Aschenputtel jedes Glück, sogar den Aufstieg ins Bett eines Prinzen. Aus Gier und Neid hackten sie sich die Füße kurz und klein. Da gurrten es die Tauben von allen Dächern und sie wurden berühmt.
Moderne Märchen No. 3
Moderne Märchen No. 2
Es war einmal ein Wolf, der verguckte sich in ein Rotkäppchen. Er hatte es zum Fressen gern, aber es lag ihm schwer im Magen. Das Rotkäppchen kam davon, der Wolf ums Leben.

Moderne Märchen No. 1
Es war einmal ein Dornröschen, das schlief hundert Jahre. Dann kam ein Prinz und küsste es wach. Da musste er es heiraten.

Mondgesicht
Mein Mond kommt übern Berg und schaut mich an
Ein Dunkel ändert seinen Sinn, die Wolken leuchten.
Kühl, silbern, kostbar übern Himmel hin
Verteilt das Sternenlicht sein zwinkerndes Gerätsel.
Kometen zieh’n und Schnuppen durch die Träume.
Kein Wunsch bleibt ungewünscht in dieser Nacht.
In diesen Fernen schwinden alle Nöte
In diesen Fernen stirbt uns nichts und nie
Erwacht ein Wesen uns die Welt zu lösen
In Glück und Räusche fleischlicher Begierde.
So trösten sie uns über den Verlust
Und den Verzicht und die versagten Wünsche
So oft wir wollen, und das ist zu oft
Um nicht des Universums letzten Winkel
Ganz zu erfüllen mit der Welt, von uns erhofft.
Komm, lieber Mond, eh alle Zukunft schwindet
Verstopft von unerfüllbarem Begehren
Du steinern klagendes Gesicht, komm, sieh mich an
Du sollst heut Nacht mich wieder hoffen lehren.
Im Osten nix Neues
Viele Wählerstimmen für die Linkspartei mit den Genossen Lafongysi an der Doppelzungenspitze: der Ruin der SPD ist fast vollkommen.
1990 erklärte mir ein Berliner SPD-Funktionär in stolzer Selbstgewissheit: Um die PDS müssen wir uns nicht kümmern, die ist politisch tot”
Werden wir noch die Vereinigung linkslinks mit Frau Nahles und Frau Wagenknecht als Siegesgöttinnen erleben? Große Zeiten.
