Der Kunst ergeht es längst wie der Wirtschaft, der Politik, der Wissenschaft: sie entkommt nicht mehr den sprachlichen Kodierungen ihrer in Geldmaschinen verzahnten Korporationen. Die Inhaltsleere des Neusprechs wird mit Wortgeschwüren überdeckt, die nur eines zeigen: wie besoffen die Verfasser vom Gefühl des Dazugehörens, vom pausenlosen Nuckeln an ihrer eigenen Wichtigkeit sind.
(Kommentar zu einem Artikel von Durs Grünbein in der FAZ)
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Neues von den Anstalten
Zur Abwechslung hier ein Hörstück. Für Freunde des guten Geschmacks und der sinnvoll (mit allen Sinnen) gelebten Zeit. Eisbein an Quote
Sündenböcke

Unser Gehirn hat ein Problem: „WARUM“ ist seine Lieblings-frage. Und die Antwort erfolgt reflexhaft – seit Millionen Jahren …
Das älteste und unentberlichste Haustier des Menschen ist deshalb der Sündenbock – und das ist das Erfolgsgeheimnis nicht nur der BILD-Zeitung. Das Quotensystem sorgt dafür, dass alle Medien von der Jagd nach Sündenböcken leben.
Dass das zweckmäßig und tödlich zugleich ist und was es mit den typischen Konfliktverläufen im Zusammenleben der Menschen, mit Mobbing, Feindbildern, Kriegen und dergleichen zu tun hat, erfahren Sie in dem Buch „Der menschliche Kosmos“.
Dass wir ohne Sündenböcke auskommen müssen, wenn wir der Menschheit ein erträgliches Zusammenleben über die Grenzen von Erdölquellen, Wasserressourcen, Energieerzeugung mit oder ohne Atomkraft und Klimaveränderungen hinaus zutrauen wollen: Das weiß jeder – oder?