Weltrevolution im Biedermeier

Anna Knauth mit Söhnen als 38jährige

Anna Knauth mit Söhnen als 38jährige


Im gleichen Jahr wie Karl Marx – 1818 – ist meine Ururgroßmutter Anna Knauth geboren. In Tagebüchern hat sie Alltagsrituale ihres Lebens in Naumburg an der Saale während der 30er und 40er Jahre des 19. Jahrhunderts festgehalten, ihre Jungmädchenträume, ihre Verliebtheit in Julius, den Gitarrenspieler, eine Begegnung mit der 16jährigen, schon als Pianistin berühmten Clara Wieck, die bald darauf Robert Schumann heiratete, die Tragödie ihrer Ehe mit einem psychisch Kranken (hier dürfen Witze auf Folgen beim Ururenkel platziert werden), kurz: ihr ganzes Leben. Sie starb mit kaum 39 Jahren an der Tuberkulose; eine Daguerreotypie zeigt sie kurz vor ihrem Tod.
Ihre Tagebücher waren eine wichtige Quelle für den „Blick vom Turm“; Annas Leben ist dem meinen gewissermaßen eingeschrieben – nicht nur in Form genetischer Disposition zum Wahnsinn. Julius, die unerfüllte Jugendliebe, studierte übrigens zur gleichen Zeit wie Marx in Berlin.

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